Service-Hotline
Einer der wichtigsten Touchpoints: Gute Erreichbarkeit, zielgruppengerechte Kommunikation und professionelle Bearbeitung in definierten Prozessen sorgen für zufriedene Kunden.
Whitepaper
Warum im Servicegeschäft das größte ungenutzte Potenzial des Maschinenbaus liegt – und wie Sie es mit proaktivem Service und Pay-per-X-Modellen heben.

Executive Summary
Proaktiver Servicevertrieb verspricht deutlich höhere Margen als das Neuanlagengeschäft – und mit Pay-per-X-Verträgen Planungssicherheit und konstante Einnahmen.
Für uns ist er der Königsweg, weil er zwei der größten Herausforderungen im B2B zugleich löst:
Dafür braucht es eine neue Mentalität im ganzen Unternehmen, nicht nur im Vertrieb, und zeitgemäße Touchpoints. Studien zeigen: Das Servicegeschäft gewinnt in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung. Je früher Sie starten, desto besser.
Status quo
Krieg, Pandemie, Lieferketten – die Herausforderungen sind groß. Doch viele Probleme bestehen schon seit über zehn Jahren; schon 2019 schrieb die Branche in der DACH-Region insgesamt rote Zahlen.
Der Wettbewerb um Neuanlagen wird immer intensiver.
Die Wachstumsraten fallen zu niedrig aus.
Die Margen gehen stetig zurück.
Kaufmännische und technische Risiken nehmen permanent zu.
Potenzial
52 Prozent der Unternehmen erzielen 26 Prozent ihres Umsatzes mit Serviceleistungen (KVD-Service-Studie 2020).
Bewährte Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr. Viele Unternehmen wollen ihre Bestandskunden stärker binden und suchen nach neuen, margenstarken Geschäftsfeldern. Die Antwort liegt im Servicegeschäft – auch wenn sich das in vielen Unternehmen noch nicht herumgesprochen hat.
Der Serviceanteil am Umsatz wird in den nächsten Jahren von 20 auf durchschnittlich 30 Prozent wachsen. Exzellenter, maßgeschneiderter Service ist ein wichtiger Grund für langfristige Zusammenarbeit im B2B. Und: Während im Neuanlagengeschäft fünf bis zehn Prozent Rendite üblich sind, sind im Service 40 bis 50 Prozent nicht ungewöhnlich.
Rechenbeispiel
Ein Maschinenbauer mit 50 Mio. € Umsatz steigert den Serviceanteil – bei gleichem Gesamtumsatz und konservativ geschätzten 30 Prozent Rendite im Service.
Ausgangssituation:
Erhöhung Service-Umsatz um 10 % bei gleichbleibendem Gesamtumsatz:
Wer sich auf das Servicegeschäft konzentriert, bindet seine Kunden stärker an das Unternehmen – und macht es mit besseren Margen gleichzeitig widerstandsfähiger gegen Krisen.
Kundenverhalten
Wer im Service erfolgreich sein will, muss verstehen, wie sich Kunden verändert haben:
Daraus folgt zweierlei: Unternehmen müssen Informationen über verschiedene Kanäle bereitstellen, um sich als vertrauenswürdige Experten zu positionieren. Und exzellenter Service wird schlicht erwartet – er muss schneller, umfassender und persönlicher werden.
Strategie
Customer Centricity: Die ganze Organisation soll den Kunden an jedem Kontaktpunkt begeistern und so ans Unternehmen binden.
Orientierung bietet der DIN-Leitfaden für Service Excellence (DIN SPEC 77224). Er beschreibt sieben Kernelemente, die rund um das Ziel permanenter Kundenbegeisterung einen Kreislauf aus strategischen, operativen, kulturellen und innovationsbezogenen Elementen bilden:
Proaktiv
Moderner Kundenservice ist proaktiv: Sie versuchen, Ihren Kunden möglichst genau zu verstehen, und liefern ihm Angebote und Antworten, bevor Probleme oder Unklarheiten entstehen. Das unterscheidet sich deutlich vom One-size-fits-all-Vertrieb mit reaktivem Service.
So binden Sie Kunden langfristig und entwickeln sie weiter: Welche Zusatzfunktionen braucht er noch, welchen Service würde er kostenpflichtig buchen, was gehört für ihn selbstverständlich zum ersten Auftrag? Wer nur reagiert, erkennt Probleme oft zu spät – dann steht der Kunde womöglich schon vor dem Absprung.
Touchpoints
Mehr Kontakt als über eine oft verwaiste Hotline. Wählen Sie die Kanäle sorgsam und nutzen Sie Synergien – ein verwaistes Social-Media-Profil wirkt schlechter als gar keins.
Inhalte aus der Arbeitswelt Ihres Kunden, die seine Tätigkeit erleichtern – nicht nur Produktneuheiten.
Ähnliche Inhalte wie im Newsletter, schnelle Infos zu Neuerungen und Umfragen für ein Meinungsbild.
Self-Service wird wichtiger: gut strukturierte FAQs rund um Ihr Produkt.
Immer erreichbar, beantwortet viele Fragen über die Wissensdatenbank und entlastet den Service – besser als jede Warteschleife.
Abends und am Wochenende laufen die Maschinen weiter. Ein externer Partner nimmt Anliegen auf und überträgt sie in Ihr Ticketsystem.
Ein suchmaschinenoptimierter Blog zeigt Ihre Expertise und beantwortet die Fragen, die sich Ihren Kunden stellen.
Servicementalität
Die Antwortzeit ist für Kunden der wichtigste Faktor, wenn sie den Kundenservice kontaktieren (HubSpot-Studie 2022).
Chatbots, Self-Service oder ein externer Dienstleister senken die Zahl der Support-Anrufe und Mails. Kürzere Antwortzeiten entstehen aber auch durch gut geschulte, motivierte Mitarbeiter, die sich auf exzellenten Service konzentrieren können. Und für die persönliche Note müssen Marketing, Vertrieb und After Sales an einem Strang ziehen.
Ausgezeichneter Service hängt nicht von der Tagesform Einzelner ab, sondern entsteht aus Struktur und Planung: mit sauberen Daten, reibungslosen Übergaben zwischen Abteilungen – und der Überzeugung, dass Service eine Wachstumschance ist und kein Kostenfaktor. Informieren Sie Ihr Team über die Umsatzpotenziale und teilen Sie positives Kundenfeedback im ganzen Unternehmen.
After Sales
Von der Service-Hotline über Maschinen-Verifizierung bis zum Angebots-Nachfass: Wir entwickeln und binden Ihre Bestandskunden – zugeschnitten auf Ihren Bedarf.
Rückruf vereinbarenPay-per-X
Die Transformation zum Pay-per-X-Anbieter hat mehrere Vorteile:
Das bringt Komplexität und Risikoübernahme mit sich – aber auch eine sehr enge Kundenbindung und damit größere Umsatzpotenziale. Kunde und Hersteller begegnen sich auf einer neuen Ebene: Serviceleistungen sind immateriell, nicht lagerbar und werden sofort erbracht. Der Kunde ist immer beteiligt, er wird zum Co-Produzenten.
Durch den ständigen Austausch ist eine proaktive Servicementalität unverzichtbar. Diese Transformation braucht Zeit und Weitsicht – ein externer Dienstleister kann sie beschleunigen.
Outsourcing
Gerade standardisierte Prozesse eignen sich zum Outsourcing. Ihre Serviceorganisation gewinnt Kapazität für die persönliche Betreuung – und Sie erhalten die Leistungen aus einer Hand, zugeschnitten auf Ihren Bedarf.
Einer der wichtigsten Touchpoints: Gute Erreichbarkeit, zielgruppengerechte Kommunikation und professionelle Bearbeitung in definierten Prozessen sorgen für zufriedene Kunden.
Sie liefern seit Jahrzehnten Maschinen in die Welt? Wir ermitteln, ob sie noch im Einsatz sind, und heben Service- und Ersatzteilpotenziale sowie Chancen für Retrofit oder neue Maschinen.
Zum Beispiel bei Ersatzteilen: erschließt neue Umsätze im After Sales, stärkt die Kundenbindung und erhöht die Wandlungsquote. Mehr dazu im Whitepaper Achillesferse Angebotsnachverfolgung.
Auf Basis Ihrer Kunden- und Maschinendaten gewinnen wir Kunden gezielt für Verschleißteile, Modernisierungen oder Serviceverträge.
Zielgerichtetes Nachtelefonieren macht Ihre Mailings und Angebote erfolgreicher – und verbessert nebenbei die Datenqualität für passgenaue Angebote.
Kontinuierliche Kommunikation mit Ihren Lieferanten verkürzt Reaktions- und Lieferzeiten, wenn lange Wartezeiten oder fehlerhafte Bauteile die Geduld Ihrer Kunden strapazieren.
Freundliche, kompetente Kommunikation macht auch einen Servicefall zum positiven Markenerlebnis. Wir bereiten Ihr Team auf kritische Gespräche vor – mehr zum Kommunikationstraining.
Besseres Verständnis für Kundenbedürfnisse, frühzeitige Problemerkennung und passgenaue Angebote – für Unternehmen mit ISO-9001-Zertifizierung ohnehin Pflicht. Mehr zur Kundenzufriedenheit.
Praxis
Seit mehreren Jahren unterstützen wir den Kunden europaweit im After Sales – im Kontakt mit Bestandskunden und Lieferanten, in über 10 Sprachen und integriert in seine Prozesse:
Der Kunde führte zunächst unsere App lead ONE im Vertrieb ein, um Leads auf Messen digital zu erfassen – und wollte sie bald auch im Service nutzen. Mehrere tausend Servicetechniker stoßen weltweit beim Kunden vor Ort auf Verkaufschancen. Per Smartphone erfassen sie diese mit Spracherkennung und Fotos; auf Knopfdruck gehen sie an den zuständigen Verkäufer.
Fazit
Der Maschinenbau in der DACH-Region steht vor großen Herausforderungen – nicht erst seit den Krisen der letzten Jahre, aber durch sie verstärkt. Die größten ungenutzten Umsatzpotenziale liegen im Servicegeschäft.
Um sie zu erschließen, braucht es eine ausgeprägte Servicementalität in der ganzen Organisation und das Ziel, proaktiven Service mit einem Pay-per-X-Angebot zu etablieren. Customer Centricity und Customer Experience sind dabei zentral. Für viele Unternehmen ist diese Transformation eine große Aufgabe – ein externer Dienstleister kann bei Entwicklung und Bindung der Bestandskunden unterstützen.
Autoren
lead on GmbH: Als B2B-Spezialist für Leadmanagement und Kommunikation unterstützt lead on Unternehmen aus Maschinenbau, Industrie und Logistik im After Sales dabei, Umsatzziele zu erreichen und Prozesse zu optimieren – mit professioneller Kundenansprache und dem Heben weiterer Potenziale bei Bestandskunden.
Michael Lachner, Lachner International Service Management: Nach Jahren als Geschäftsführer eines Maschinenbauunternehmens befähigt er Unternehmen, selbstständig herausragenden Service zu erbringen – mit neuen Serviceleistungen, Geschäftsmodellen und einer proaktiven Servicekultur.
Ansprechpartner

Geschäftsführung & Kommunikationstraining
Ihr Ansprechpartner für Strategie, Kampagnenplanung und alle Fragen zur Zusammenarbeit.

Projektleitung Leadgenerierung & Kundenzufriedenheit
Plant Ihre Kundenbefragung, begleitet die Durchführung und bereitet die Ergebnisse für Sie auf.
Mehr Wissen
Praxiswissen aus vielen Jahren Dialogmarketing – frei zu lesen und als PDF zum Mitnehmen.
Alle Whitepaper